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Marlies Wegner erhält Verdienstmedaille

EICKLINGEN. Eine nicht alltägliche Auszeichnung erfuhr unser Hospiz am 9. März im Amtshof von Eicklingen, der Heimatgemeinde unserer Hospizleiterin Marlies Wegner: im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde ihr im Beisein von Wegbegleitern, Freunden und Angehörigen die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Landrat Klaus Wiswe, der die Ehrung vornahm, skizzierte in seiner Laudatio Marlies Wegners langjährigen Einsatz in der Hospiz- und Palliativarbeit auf lokaler, regionaler wie auch Landesebene. Ulrich Domdey, der Vorsitzende des Landesstützpunktes Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V., schickte seinem Grußwort einen speziellen Dank voraus: er richtete sich an die Familie Marlies Wegners ebenso wie an ihren Arbeitgeber und die Mitarbeiter im Hospiz-Haus, die ihr über viele Jahre mit viel Verständnis den nötigen Freiraum für ihr außergewöhnliches Engagement zur Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativarbeit überließen. Dies, so Domdey, sei keineswegs selbstverständlich.

Marlies Wegner sah es ähnlich: „Ich meine, Ihnen allen gebührt diese Ehrung. Ohne so viele engagierte Menschen wäre die Hospiz- und Palliativarbeit nicht so weit vorangekommen“, gab sie den Dank zurück.

Als Gründungsmitglied des Onkologischen Forums war Marlies Wegner bereits in den 1990er Jahren an der Entwicklung verlässlicher Versorgungsstrukturen für schwerstkranke, sterbende Menschen im Raum Celle beteiligt. Im Jahr 2000 nahm der von ihr entwickelte Ambulante Palliativdienst des Onkologischen Forums seine Arbeit auf, für den sie auch als erste und zunächst einzige Kraft in einer „gefühlten 24-Stunden-Rufbereitschaft“, so Domdey, tätig war. Mit der Eröffnung des Celler Hospiz-Hauses im Jahr 2005 übernahm sie dessen Leitung und entwickelte das Haus in den Folgejahren fortlaufend weiter. Zurzeit wird das Hospiz um einen Familienhospizbereich für sehr junge Erkrankte und junge Familien mit erkranktem Elternteil erweitert, auch damit betritt das Hospiz-Haus in der Celler Glockenheide wieder Neuland in der deutschen Hospiz-Landschaft.

Marlies Wegner engagierte sich auch in der Gremienarbeit: so gehörte sie viele Jahre dem Vorstand der Hospiz Landesarbeitsgemeinschaft Niedersachsen (LAG) an, von 2009 bis Oktober 2015 als ihre stellvertretende Vorsitzende. Auf Bundesebene wirkt sie inzwischen als Leiterin der Fachgruppe Stationäre Hospize im Deutschen Hospiz- und Palliativverband mit. Marlies Wegner war Mitbegründerin des „Celler Netz Hospiz- und Palliativstützpunkt“ und übernahm für Celle und Umgebung federführend die Entwicklung des Konzeptes zur „Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung“ (SAPV). Auch an der Erarbeitung des Qualitätssiegels für stationäre Hospize Niedersachsen war das Celler Hospiz-Haus maßgeblich beteiligt. Im September 2014 erhielt das Hospiz-Haus Celle als erstes von über 20 niedersächsischen Hospizen das Qualitätssiegel, das mittlerweile auch bundesweit Beachtung findet.

 

Marlies Wegner mit Ehemann Michael-Misgeiski-Wegner (l.) und Celles Landrat Klaus Wiswe

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