Wir über uns
Das Hospiz-Haus Celle ist eine Einrichtung des Allgemeinen Krankenhauses Celle.
Es arbeitet in enger Kooperation mit der ehrenamtlichen Hospiz-Bewegung Celle Stadt und Land e. V. zusammen und ist eingebunden in das Celler Netz der Palliativbetreuung.
Ziel aller Hospizarbeit ist es, schwerst erkrankten Menschen ein würdiges, möglichst schmerzfreies Sterben in einer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.
Aufgabe des Hospiz-Hauses ist es, für die verbleibende Lebenszeit des Kranken ein
„Zuhause“ zu schaffen, in dem Geborgenheit und Zufriedenheit angestrebt werden und Abschiednehmen individuell gestaltet werden kann.
Auf unserer Homepage haben wir Informationen über die Hospizarbeit und das Celler Hospiz-Haus
zusammengestellt.
Wir möchten Ihnen unseren Leitgedanken verdeutlichen und vielleicht einige der drängenden Fragen beantworten.
Lebenswelt gestalten - Wohlbefinden und Zufriedenheit fördern

Sie oder Ihr naher Angehöriger sind von einer Erkrankung betroffen, die mit vielen Einschränkungen im körperlichen und persönlichen Lebensumfeld verbunden ist. Die Erkrankung macht eine
Umgestaltung für Ihr weiteres Leben notwendig und fordert Ihnen Entscheidungen ab, die Veränderungen für Ihr Leben bedeuten.
Als Erkrankter haben Sie das Recht, in Entscheidungen über die weitere Versorgung und Behandlung eingebunden zu sein und als Angehöriger fühlen Sie sich verantwortlich für die weitere Betreuung und Versorgung.
Entscheidungen zu treffen ist oft schwer!
Viele Fragen tun sich auf:
Wie geht der Verlauf der Krankheit weiter?
Was geschieht nach der Krankenhausentlassung?
Kann ich in mein gewohntes Zuhause zurück?
Wie und wo kann die notwendige Betreuung geleistet werden?
Wer kann mir und meiner Familie weiterhelfen?
Manchmal taucht in den Gesprächen der Ausdruck „Hospiz- und Palliativversorgung“auf.
Was ist das?
Und was kann diese Versorgungsform für mich oder meinen Angehörigen bedeuten?
Gerne stehen wir Ihnen als Mitarbeiterinnen des Celler Hospiz-Hauses beratend zur Seite!

Marlies Wegner - Hospizleitung
Hospiz- was steht dahinter?
Hospiz ist zu allererst eine ethische Haltung,
ein Grundsatz menschlichen Handelns.
Hospiz versucht eine Antwort auf die alte ethische Frage zu geben:
Was soll ich tun, damit es mir und allen Menschen gut geht?
Hospiz betrachtet diese Frage aus der Perspektive des Menschen in seiner letzten Lebensphase.
Der Mensch wird als einmaliges und ganzheitliches Wesen akzepiert. Die Würde eines Menschen besteht in seinem „Mensch sein“ und ist unantastbar.
Sterben wird als eine Zeit des Lebens akzeptiert und ist individuell verschieden, einmalig und einzigartig.
Schwerst Erkrankte haben daher das unbedingte Recht, in würdiger Begegnung mit Mitmenschen zu leben.
Menschliches Leben ist ein hohes und schützenswertes Gut, daher sollte die Zeit des Sterbens weder beschleunigt noch unnötig ver-längert werden.
Oberstes Ziel hospizlicher Aufgaben ist es, gemeinsam mit dem schwerkranken Menschen und seinen Angehörigen nach Wegen zu suchen, die individuelles „gutes Leben“ trotz schwerer Krankheit möglich machen. Dazu gehört es Sterben als Teil des Lebens anzunehmen.
Hospiz - was ist das praktisch?
In der praktischen Umsetzung haben sich unterschiedliche Schwer-punkte der Hospiz- und Palliativbetreuung entwickelt.
Basierend auf dem Grundgedanken der Hospizbewegung zielt auch das palliative Versorgungskonzept darauf, Menschen mit schwerster, zum Tode führender Krankheit ein menschenwürdiges, möglichst schmerzfreies und selbstbestimmtes Leben bis zum Tod zu ermög-lichen.
Gemeinsam in einem Team unterschiedlichster Fachleute (z. B. Ärzte, Krankenschwestern, Physiotherapeuten usw.), ehrenamtlicher Helfer sowie den Betroffenen und ggf. den Angehörigen wird der Bedarf an Unterstützung, medizinischer Versorgung und Hilfe erarbeitet und immer wieder den aktuellen Gegebenheiten angepasst.
Wenn Sie als Angehöriger die Betreuung zu Hause nicht mehr schaffen oder Sie als Betroffener in der häuslichen Umgebung nicht genügend Raum zum Loslassen und Abschiednehmen finden, sind wir als Hospizteam im Celler Hospiz-Haus für Sie da.
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Es gibt viele unterschiedliche Gründe, warum die Betreuung zu Hause nicht mehr geleistet werden kann.
Einige sollen hier erwähnt werden:
Sie als Erkrankter leben allein und die Krankheit geht mit vielen körperlichen Einschränkungen einher.
Ihnen als Erkranktem wird das Loslassen in der häuslichen Umgebung unendlich schwer und Sie wünschen sich einen Ort, an dem Sie gut betreut sind.
Sie als Erkrankter leiden unter sehr heftigen und unterschied-lichen Schmerzen oder anderen quälenden Symptomen, die zu Hause nicht zu beherrschen sind.
Sie als Angehöriger sind durch die Schwere der Erkrankung und den Verlauf an der Grenze Ihrer eigenen Kraft. Durch die Betreuung, die oft Tag und Nacht notwendig ist, benötigen Sie Entlastung.

Sie als Angehöriger können auf Grund ihrer persönlichen Lebensumstände (z. B. Berufstätigkeit oder anderer Wohnort) die Betreuung nicht übernehmen.
Uns ist wichtig, dass Sie zu uns ins Hospiz-Haus kommen wollen.
Sollte sich im weiteren Verlauf der Krankheit eine Veränderung in den persönlichen Lebensbedingungen oder auch im Verlauf der Erkrankung zeigen, können Sie jederzeit wieder in die häusliche Versorgung zurückgehen!